Wenn man nach großen Hunderassen sucht, dann kommen meistens die dänische Dogge und Irische Wolfshunde in den Sinn. Aber es gibt auch eine deutsche Hunderasse, die zu den großen Hunden zählt: Die Leonberger.

Sie sind eine Kreuzung aus Bernhardiner, Neufundländer und Pyrenäenberghund und als Rasse beim internationalen Zuchtverband anerkannt und eingetragen. Bereits 1830 kreuzte ein Stadtrat in Leonberg seine Neufundländerhündin mit einem Bernhardinerrüden. Später kreuzten weitere Züchter noch die ebenfalls großen Pyrenäenberghunde mit ein. Das Ergebnis ist ein Hund, dessen Schulterhöhe bis zu 80 Zentimeter betragen kann und der bis zu 85 Kilogramm auf die Waage bringt. Er hat langes, dichtes Haar, das sowohl weich als auch kräftig ist – sehr praktisch wenn man in kalten und feuchten Regionen aufgewachsen ist. Die Fellfarbe ist meisten löwengold, sandfarben oder rötlich, das Gesicht hat eine schwarze Maske. Die Ohren hängen, sind weiter hinten am Kopf. Die Hunde haben außerdem eine gewaltige Mähne.

Trotz ihrer Größe gelten Leonberger als ausgesprochen gute Familienhunde. Sie sind auch gerne mit Kindern zusammen, man sollte lediglich daran denken, dass die Hunde sich ihrer Größe und Schwere beim Spielen nicht bewusst sind. Sie ordnen sich leicht unter, sind aber wesensfest und nicht launisch und habe eine eher ruhige Art. Er kann auch Lärm vertragen, solange dies nicht in Dauerstress ausartet.

Die meisten Züchter achten darauf, das die Zuchthunde gesund sind und vor allem keine Erbkrankheiten übertragen werden. Hüftschäden sind eher selten, denn man versucht nur Hunde zur Zucht zuzulassen, die über drei Generationen keine Hüftschäden (Dysplasie) aufgewiesen haben.

Wie die meisten großen Hunde werden Leonberger nicht sehr alt. Das Durchschnitts-Höchstalter liegt bei sieben Jahren, allerdings werden etwa 20 Prozent der Hunde auch älter als 10 Jahre. Ein Risiko wie bei allen Großhunden ist ein verdrehter Magen, der in der Regel zu Tod führt. Etwa die Hälfte der Hunde sterben an einer Krebsart.